Jugendberatung? Ich bin doch nicht verrückt! Erfahrungen aus der Beratung junger Menschen

Auf dem Hintergrund der Beobachtung, dass junge Menschen in der Regel nicht von sich aus das Angebot einer Erziehungs- oder Familienberatungsstelle in Anspruch nehmen, entstand in Braunschweig die Idee, die Zielgruppe Jugendliche und junge Volljährige mit einer speziellen Beratungsstelle anzusprechen.

Anhand von konzeptionellen Überlegungen, Erfahrungen aus der Praxis und Fallbeispielen wird aufgezeigt, welche spezifischen Haltungen, Ziele, Zugangs- und Settingbedingungen sowie Beratungs- und Therapieangebote sich in der Beratungsarbeit mit jungen Menschen bewährt haben. Der rechtliche Rahmen der Beratungsarbeit mit Minderjährigen unter den Aspekten Schweigepflicht, Offenbarungsbefugnis, Kindeswohlgefährdung und Einbeziehung der Sorgeberechtigten wird aufgezeigt und erörtert. Zielgruppenbezogene Ansätze wie die Beratungsarbeit mit Mädchen, straffälligen Jugendlichen, jungen sexuellen Grenzverletzern, unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und alkoholgefährdeten Jugendlichen werden mit ihren Möglichkeiten und Grenzen vorgestellt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Einbeziehung von Medien in die Beratung junger Menschen. Welche Möglichkeiten bietet der Einsatz von E-Mails, SMS, Whats-App, Facebook und Twitter, welche Grenzen werden durch die Praxis und den Datenschutz gesetzt? Schließlich soll kritisch diskutiert werden, ob eigenständige institutionelle Rahmenbedingungen für Jugendberatung notwendig sind.

Informationen zu den Ausführenden

Holger Berkhau

Wann

Eintrittspreis/Kosten

80 € Gebühr, 50 € ermäßigt